Wen behandeln wir?

Wie auf unserer Startseite beschrieben, habe ich mich auf die Logopädie bei Kindern spezialisiert.

 

Logopädische Frühförderung:

( Kinder zwischen 0 und 6 Jahren)

 

Manchmal ist ein früher Beginn der Logopädie zwischen den ersten Lebensmonaten und dem sechsten Jahr notwendig und z.B. bei Sondenernährung und Ess-und Fütterstörungen lebensnotwendig. Oder in Vorsprachliche Äußerungen zu kommen z.B. Baby Brabbeln (Baby Talk). Es stellen sich für Eltern gerade in diesem Alter erste besorgte Fragen, wenn ihr Baby nicht in das Baby Brabbeln kommt oder kaum den Kopf in Richtung des Geräusches dreht oder weinig Mimik zeigt. Hier sind logopädische Beratungen und Therapien angezeigt.

Die frühe sprachtherapeutische Intervention dient der Prävension, der Verbesserung der Lebenssituation und z.B. bei Sonden oder PEK Versorgung dem Überleben.

Sie als Eltern werden miteinbezogen. Wir erarbeiten die Schritte gemeinsam mit ihrem Kind. Sie bekommen Beratung. Ihr Kind, Sie die Eltern und wir Logopädinnen stehen im regelmäßigen Austausch.

 

Beispiele warum Logopädie nötig sein kann:

 

Organische Gründe

  • Sonden- oder PEK Versorgung
  • Einschränkung der Atmung,des Schluckens.Kind verschluckt sich oft am eigenen Speichel,aspiriert (Speichel läuft in die Luftröhre Folge kann Lungenentzündung sein)
  • Kind verweigert Nahrungsaufnahme, z.B. nach Sonden- Versorgung oder aus nicht bekannten Gründen
  • Lippen- Kiefer -Gaumenspalten
  • Saug- und  Kaustörungen
  • Beeinträchtigung der Atmung, Stimme und Aussprache
  • Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)
  • Erhebliche Hör- und Sehbeeinträchtigungen Versorgung mit Hörgeräten oder CI
  • Einschränkung des Hörens ( Paukenröhrchen, Störung der auditiven Verarbeitung)
  • Aphasie
  • Geistige Behinderung
  • Syndrome wie z.B. Trisomie 21( Morbus Down Syndrom)
  • Autismus 

 

Beeinträchtigung der Gesichtsmuskulatur und Bewegung ( Muskulatur und Koordination der Bewegung im Gesicht)

 

  • Herabgesetzte Muskelspannung
  • Hypo- oder hypertoner Muskeltonus 
  • Dyspraxie, VED
  • Apraxie
  • Das Kind isst sehr einseitig (nur Weiches ) oder kaut/ schluckt kaum
  • Das Kind atmet durch den Mund
  • Lutschoffener Biss
  • Fazialeslähmungen ( Lähmungen der Gesichtsmuskulatur)

 

Dyspraxie

Zu wenig oder zu hohe Muskelspannung. Bewegungen der Zunge und der Lippen sind erschwert. Kind kann Bewegungsmuster nicht nachahmen, z.B. Zunge zur Nase strecken: Kind reagiert mit Suchbewegung, Kerze auspusten nicht möglich, Aussprache zeigt viele Fehler, das Kind wird von Außenstehenden fast gar nicht verstanden...

 

Zungenfehlhaltung/ Infantieles Schluckmuster

  • Häufige Umschreibung für Kinder mit Kieferfehlstellungen: Lutschoffener Biss...
  • Vor und während der Klammeranpassung findet logopädische Behandlung statt

 

Hör- und Hörverarbeitungsstörungen

 

Auditive Verarbeitungsstörung

  • Störungen im Aufnehmen und Erkennen von Geräuschen. Kind dreht nicht den Kopf in die Richtung des Geräusches,z.B. Klingelton oder rufen des Namens des Kindes.
  • Mehrere Worte können nicht behalten werden. Zählen und Aufzählung der Wochentage gelingt trotz Übens nicht.
  • Kinder reagieren überempfindlich auf Geräusche
  • Wird das Kind angesprochen reagieren es langsam oder gar nicht, insbesondere bei Nebengeräschen in der Kindergartengruppe, Verkehr, Spielplatz etc.
  • Der Wortschatz ist kleiner als bei gleichaltrigen Kindern.
  • Das Kind wirkt stur oder bockig."Schlecht hören kann Emma gut"
  • Die Kinder wirken hyperaktiv ( sehr zappelig) oder hypoaktiv ( lahm, antriebsarm).
  • Manchmal wird auditive Verarbeitungs oder -wahrnehmungsstörung mit Aufmerksamkeitsdefizitstörung verwechselt.

 

Phonologische und phonematische Störung

  • Prosodie des Sprechens wird nicht erkannt
  • Das Kind spricht monoton, Fragesätze und Aussagesätze hören sich gleich an, die" Sprachmelodie" ist eingeschränkt.
  • Silbenfolge wird nicht erkannt. Silbenverdrehungen und Auslassungen von Silben oder Buchstaben im gesprochenen Wort, z.B. Elefant = Fanel/ Tanfel oder Ähnliches. Satzelemente werden umgestellt. "Mama heute kommt" "ich nicht Kindergarten". Ähnlich klingende Sprachlaute werden nicht unterschieden, z.B. "K" und "T"  Kuchen =Tuchen, b und p werden nicht unterschieden. Bleibt dies unbehandelt, können Leserechtschreibschwächen auftreten.

 

Störung der Atmung und der Stimme

Rhinofonie aperta /clausa

  • Geschlossenes oder offenes Näseln.
  • Das Kind spricht ständig "mit verstopfter Nase" oder die Luft entweicht während des Sprechens durch die Nase.
  • Zischlaute sind zu hören.
  • Das Gaumensegel kann sich nicht heben, u.a. "G und K" sind undeutlich. Sprechlaute können nur schwer unterschieden werden, insbesondere die eigene Sprechweise. Die ist Folge u.a. eine sehr laute Stimme.
  • Die Kinder sind nicht sehr belastbar, sind schnell aus der Puste und konzentrieren sich nur kurz, sind entweder hippelig oder langsam.

 

Kindliche Stimmstörung

Kind spricht sehr leise, trotz mehrfacher Anläufe einer logopädischen Behandlung wird das "S" nicht besser. Ein Nasenloch ist ständig verstopft. Das Kind ist schnell außer Atmen. Heiserkeit, Stimme ist permanent rau.

 

Schreiknötchen

Es haben sich kleine Eiterstippen auf den Stimmlippen gebildet. Die Folge ist Heiserkeit.

 

Atmung oder Atemrytmus ist unregelmäßig

 

Late Talker

  • Für Kinder die spät in die Sprache kommen. Silben und erste Worte bleiben mit einem Jahr noch aus.
  • Wenn das "Babybrabeln", gurren Silbenwiederholungen ausbleiben.
  • bei Ess- und Fütterstörungen
  •  bei stark eingeschränkte Mimik

 

Selktiver Mutismus

  • Sprachhemmung
  • Das Kind schweigt beharrlich, nimmt wenig an Angeboten teil, zieht sich anderen gegenüber zurück.
  • Weist Berührungen und Bemühungen  zurück. 
  • Selektiver Mutismus wird manchmal mit autistischen Zügen verwechselt

 

Stottern

Die Kinder wiederholen Silben eines Wortes oder pressen die Worte unter großer Mimischer Anstrengung hervor.

 

Poltern

Die Kinder sprechen schnell und hektisch. Sie "verhaspeln "sich, verlieren den Faden zu dem was sie sagen wollen. Die Aussprache ist undeutlich und schwer verständlich, aber nicht immer. Die Kinder wirken hyperaktiv (zappellig, unaufmerksam).

 

Beratung Erziehungsberechtigter

  • Beratung und Anleitung zu Übungen für zu Hause
  • Beratung zu bestimmten Anliegen das Kind und/ oder die Familie betreffend
  • Meine Ausbildung zur systhemischen Beraterin erlaubt es mir Sie auch Familientherapeutisch zu beraten, d.h. wenn Sie es wünschen Sie  psychologisch /beratend zu unterstützen.

 

 

Bei Erwachsenen kann es folgende Ursache haben:

 

Neurologische Störungen

 

Aphasie

  • Nach Schlaganfall
  • Sprechen und/ oder Verstehen ist eingeschränkt

 

Dysarthrie

  • Stimme klingt rau und verhaucht
  • Atmen und Sprechen fallen schwer
  • Die Bildung einzelner Sprechlaute gelingt unter großer Anstrengung oder gar nicht

Fazialeslähmung

  • Lähmung der Gesichtsmuskulatur ( beispielsweise Schiefstellung des Mundes, ein Mundwinkel hängt runter, Liedschluss ist nicht möglich oder nur schwer. Tritt unter anderem nach Schlaganfällen und Operationen im Gesicht oder des Kiefers auf)

Stimmstörungen

Wenn Sie länger als drei Wochen heiser sind oder einen Druck auf den Kehlkopf spüren, heiser sind ohne Erkältung ,dann ist es ratsam einen HNO Arzt aufzusuchen

 

Dysphonie

Bezeichnung für sämtliche Störungen der Sprechstimme, der Rufstimme und der Singstimme

 

Organische Dysphonien

  • Begriff für Stimmstörungen aufgrund anatomischer Veränderungen des Kehlkopfes, z.B. Tumor, teil oder komplette Entfernung des Kehlkopfes.
  • Lähmung ( Reccurensparese) oder nach Entfernung eines Stimmbandes
  • Stimmlippenödeme, Stimmlippenknötchen

 

Funktionelle Dysphonie

  • Organische Veränderungen sind nicht erkennbar
  • Belastungsstörung z.B bei Berufssprechern (Lehrer/Erzieher retc.)
  • Schildrüsenüber- oder unterfunktion